Get Adobe Flash player

 

Betriebsvorstellung
Name:
Wohnort:
Bundesland:
Telefon:
Schafrassen:
Farbschlag:
Herdbuchzucht:
Maediunverdächtig:
Halter von Kamerunschafen seit:
Ingo & Vanessa Eckhardt
34593 Knüllwald Nenterode
Hessen
05685 922820
Kamerunschafe
Braunmarken & Braunmarkenschecken
Nein
nein, Sanierung läuft
01.05.2016
Betriebsbeschreibung:
Am 22.05.2016 begann alles mit vier braunmarkenfarbigen Kamerunschafdamen. Die Mädels waren anfangs so schreckhaft und scheu, dass ein Anfassen gar unmöglich war. Auf den Bildern sind diese vier Tiere an den Halsbändern zu erkennen. Eines der Tiere war tragend und brachte am 24.06.2016 dann Lamm „Ina“ zur Welt. Mein Mann Ingo hatte mit dem Anschaffen der Tiere den Gedanken der Landschaftspflege in und um Nenterode im Kopf, sowie die Fleischgewinnung und die Aufrechterhaltung der kleinen privaten Landwirtschaft auf seinem elterlichen Hof.

Nachdem ich im August 2016 von meiner Pferdewirtausbildung in Hannover nach Hause zurück kam, fand ich ebenfalls schnell Gefallen an den Tieren und so wurde die Herde auf insgesamt 11 Auen und unseren Bock Anton aufgestockt.
Im Januar 2017 begann dann die Lammzeit und direkt im ersten Wurf, einem Zwillingspärchen, war ein Flaschenlamm, welches von uns liebevoll aufgezogen wurde. „Donald“ kennt unser gesamtes Haus von innen und wusste das weiche Sofa oder den Hundekorb von Beagle Bobby sehr zu schätzen. Noch heute ist sein erster Gang zur Haustür, wenn er auf den Hof kommt.
Ca. 5 ha Weidefläche stehen uns zur Verfügung. Heu und Stroh für die Tiere machen wir selber. Somit ist eine gute Qualität gewärleistet. Die meiste Zeit verbringen die Tiere in der Herde auf den mit Elektroschafzaun eingezäunten Weiden, die bei Bedarf weitergesteckt oder umgesiedelt werden. Unser selber gebauter Schafwagen, ein alter Ladewagen, dient dabei als Weidehütte und wird von den Tieren sehr gut angenommen. Durch eine Heuraufe im Wagen und eine Stroheinstreu wird auch immer Raufutter neben dem Gras zur Verfügung gestellt.
Täglich wird die Weide und der Zaun kontrolliert, Wasser aufgefüllt und die Tiere mit kleinen Leckereien wie getrocknetes Brot, Möhren, Äpfeln oder Kartoffelschalen aus der Hand gefüttert. Dadurch sind alle Tiere sehr zutraulich, lassen sich sogar teilweise kraulen und streicheln und reagieren auf unsere Stimmen und Pfiffe. Beim Umweiden brauchen mein Mann oder ich ledigtlich mit einem „Klappereimer“ mit Leckerlies vorweg gehen und die Herde folgt.
In der Winterzeit sind die Tiere bei sehr schlechtem Wetter im Stall untergebracht. Der alte Kuh-und Schweinestall wurden in 2013 für meine Pferdehaltung umgebaut. Nun steht eine große Box mit angrenzendem Paddock den Schafen zur Verfügung. Sie können also selber entscheiden, rein oder raus zu gehen. Tagsüber bringen wir die Herde dann auf eine Winterweide, von der sie am Abend wieder in den Stall geholt werden.
Zuchtlinie
Zur Zeit verfolgen wir noch keine bestimmte Farbzucht oder Zuchtlinie. Wir haben Tiere nach Gefallen gekauft. Haben dabei auf schöne und vielfältige Farben und Zeichnungen geachtet und dass die Tiere nicht gar zu klein und mikrig waren. Zukünftig möchten wir uns den Status „maedi-unverdächtig“ für unsere Herde erarbeiten. Eine Sanierung hat begonnen. Denn wir möchten nachhaltig gesunde UND schöne Tiere züchten, um das Bestehen der Rasse zu erhalten und auch unseren Betrieb, den wir sehr gerne noch weiter auf- und ausbauen wollen. Des weiten streben wir auch die Herdbuchzucht an. Aber wie es so schön heißt: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. 🙂
Vermarktung
2016 hat uns gezeigt, dass sich diese Tiere sehr gut vermarkten lassen, lebend wie auch geschlachtet. Da wir auch weiterhin unsere Nachzucht lebend verkaufen möchten, ist uns eine Maedi-Sanierung sehr wichtig. Denn nur gesunde Tiere dürfen unserer Meinung nach in den Umlauf gebracht werden. Langfristig wird sich diese zuerst aufwändige Entscheidung sicher lohnen, für Mensch und Tier.
Allgemeines
Am Wochenende des 23. und 24. September 2017 waren mein Mann und ich zum ersten Mal auf der Bundes-kamerunschau. Der Termin war seit Bestehen fest in unserem Kalender verankert.
Es war eine sehr fröhliche und nette Veranstaltung und wir lernten eine Menge neue und sympathische Leute kennen.
Nachdem wir in den Verein eingetreten sind, wurde ich dann am Sonntag auf der Jahreshauptversammlung direkt zur Schriftführerin gewählt. Darüber habe ich mich sehr gefreut und ich blicke voller Tatendrang und Zuversicht in die Zukunft.
Im Nachhinein haben Ingo und ich uns sehr über uns selber geärgert. Es wäre besser gewesen, bereits im letzten Jahr an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Dann hätte man sich richtig über die Tiere informieren können und sie sich dann erst angeschafft.
Das ist nun unsere Aufgabe für die Zukunft, die wir uns selber stellen:
Neue Halter und Züchter erst aufzuklären, damit sie nicht so naiv sind und den Fehler machen, sich „günstige“ Tiere hier und da zusammen zu kaufen.